Dicht halten gegen Fluide

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Dicht halten gegen Fluide
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Dicht halten gegen Fluide

Neue ACE-Kleinstoßdämpfer bestehen gegen aggressive Fluide
Robert Timmerberg, freier Autor für ACE
Die Kleinstoßdämpfer der PMCN-Familie von ACE eignen sich für Fertigungsumgebungen, in denen aggressive Fluide zum Einsatz kommen. Ein Grund dafür ist ihre Rollmembrantechnik. Dazu kommen Extras, wie der Faltenbalg aus besonders resistentem Material.

Die Kleinstoßdämpfer der Familie PMCN 150 bis 600 von ACE sind mit speziellen Schutzkappen versehen. Diese ähneln durch ihre Form und Aufbau einem Faltenbalg und verhindern das Hineinkriechen aggressiver Medien in das Dichtungssystem. Aggressive Schneid-, Kühlschmier- und Reinigungsmittel haben so keine Chance, sich im Inneren des Stoßdämpferkorpus mit dem Hydrauliköl, dem eigentlichen Dämpfungsmedium, zu vermischen.
Stossdaempfer
Die aus Edelstahl gefertigten Ausführungen erfüllen optisch höhere Ansprüche und dank eines verwendeten Sonderöls auch die hygienischen Anforderungen der Lebensmittel- oder Medizintechnik. Bild: ACE Stoßdämpfer


Im Gegensatz zu minderwertigeren Lösungen, bei denen es dann durch Überfüllung schnell zum Ausfall kommt, bleibt die Funktion der wartungsfreien Stoßdämpfer dank der neuen Schutzkappen sicher. Die innen arbeitenden Rollmembranen werden auf diese Weise hermetisch von der Außenumgebung abgekapselt und halten die kleinen Maschinenelemente dicht, sodass sie zuverlässig Takt für Takt die Massenkräfte abbauen können, für die sie ausgelegt worden sind. Der in der Schutzkappe integrierte Aufprallkopf ist aus Edelstahl gefertigt.

Von innen und außen dicht
Während bei den Vorgängermodellen das äußere Abdichten der Stoßdämpferkörper durch einen Faltenbalg aus Teflon erledigt wurde, hat der Hersteller nun die neue PMCN-Baureihe mit einem Material aus thermoplastischem Polyurethan (TPU-Kunststoff) ausgestattet. Die größten Vorteile dieser Weiterentwicklung liegen in der im Vergleich geringeren Steifigkeit des TPU und in dessen stark reduzierter Stoßempfindlichkeit.

Durch das weichere Material kann außerdem auf eine zusätzliche interne Rückstellfeder verzichtet werden. Das führt zu einer signifikanten Standzeiterhöhung. Im Gegensatz zum alten Faltenbalg wird der neue aufgeklippt. Das frühere Verkleben entfällt, wodurch die neue Baureihe unempfindlicher gegen hereinkriechende Fluide geworden ist.

Schnittgrafik zeigt die Konstruktion der Kleinstossdaempfer
Die Schnittgrafik zeigt die Konstruktion der Kleinstoßdämpfer mit neu entwickeltem TPU-Faltenbalg und Rollmembrandichtungstechnik. Damit sorgt der Hersteller für höhere Standzeiten auch bei Betrieb unter rauen Produktionsbedingungen. Bild: ACE Stoßdämpfer
Um zu verstehen, warum die Rollmembranen schützenswert sind, lohnt ein Blick auf ihr Funktionsprinzip, welches das Unternehmen aus Langenfeld als erster Hersteller von Kleinstoßdämpfern entwickelt hat: Die Rollmembran erfüllt vier Aufgaben: Im Vergleich zu konventionell gefertigten Dämpfern ersetzt sie die Funktion des statischen O-Ringes, des dynamischen Nutringes, der Rückstellfeder und die Speicherfunktion eines Absorbers.

Kleinstoßdämpfer mit hermetisch dichter Rollmembrantechnik bieten daher lange Standzeiten mit bis zu mehreren Millionen Lastwechseln. Man stelle sich vor, was passieren würde, hätte man die Wahl zwischen zwei Bremssystemen oder zwei Motoren an seinem PKW, von denen eine Lösung deutlich länger hält als die andere.

Dies ist nicht nur ein schlagkräftiges Argument, sondern ein mit Bedacht gewählter Vergleich, ist doch das Öl in den Dämpfern für den Anwender eines Handlingsystems oder Bearbeitungszentrums genauso wichtig wie das Öl in einem Motor. Auf jeden Klein- oder Industriestoßdämpfer wirkt die Energie des Aufprallobjektes unmittelbar ein. Bei Ölverlust in den Dämpfern kommt es unweigerlich zu Leerhüben und damit zu einer Reduzierung der Energieaufnahme. Die Dämpfer können durchschlagen und am Ende zu einem Produktionsausfall bestenfalls wegen Austauschzeiten und schlimmstenfalls wegen Defekts der ganzen Anlage führen. Demzufolge kommt der Dichtungstechnik eine entscheidende Bedeutung zu.

Aber jedes Dichtungselement ist gleichzeitig auch ein Verschleißelement, was zur Undichtigkeit des hermetisch dichten Stoßdämpferkörpers führen kann. Dementsprechend gilt die Faustregel: je größer die Anzahl der oben genannten Dichtungskomponenten, desto höher das Ausfallrisiko. Neben der geringeren Anzahl der Bauteile und der damit verbundenen Vorteile weisen die Dämpfer mit Rollmembrantechnik Rückstellkräfte von drei bis neun Newton auf, die von Konstrukteuren besonders bei rückstellfreier Positionierung gefordert werden.

Verfügbare Varianten
Um den Einsatz mit unterschiedlichsten Anwendungen kompatibel zu machen, existieren diese Lösungen in den Gewindegrößen M14 bis M25, mit Dämpferhüben von 12,5 bis 25,4 Millimeter sowie mit Energieaufnahmen von 20 bis 136 Newtonmeter pro Hub. Es sind auch aus Edelstahl gefertigte Ausführungen lieferbar. Diese genügen hohen Ansprüchen an die Optik und dank eines verwendeten Sonderöls auch den hygienischen Anforderungen der Lebensmittel- oder Medizintechnik. Mit dieser Produktneuheit sorgt der Anbieter dafür, dass Anwender auch in solchen Produktionsumgebungen, in denen sie auf aggressive Fluide nicht verzichten können, von den Vorteilen langlebiger Stoßdämpfer profitieren.

Original Fachartikel in Fluid.de

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